Quelle: Wikipedia
Kurzbiographie:
" Der Mühlhiasl hieß vermutlich Matthäus Lang (* 16. September 1753; † 1805 in Zwiesel) und war angeblicher Weissager und Prophet, weswegen man ihn auch den Waldpropheten (in Bezug auf den Bayerischen Wald) nannte. Ob er wirklich lebte, ist umstritten, gilt aber als wahrscheinlich.
Zu anderen Menschen soll er wenig und keinen besonders intensiven Kontakt gehabt haben. Er war eher ein Einzelgänger, der im Urwald gehaust haben soll und Berge bestieg, um seine Visionen zu erweitern. Man sagt, er habe regelrechte Anfälle gehabt, in denen er prophezeite und wie im Delirium zu seiner Zuschauerschar sprach. Wegen seiner lebenslangen Zwistigkeiten mit der kirchlichen Obrigkeit soll er außerhalb der Friedhofsmauer begraben sein."
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Vor ungefähr 200 Jahren hat ein geheimnisvoller Mensch aus dem Bayerischen Wald den Untergang der Menschheit prophezeit. Mächtige Zeichen werden dieses "Bänkeabräumen" ankündigen, sagte er, und er meinte damit wohl auch den Klimawandel, den er prägnant umschrieb: "Wenn man Sommer und Winter nicht mehr unterscheiden kann ..."
Leider gibt es von diesem Waldpropheten, der als Mühlhiasl Berühmtheit erlangte, weder ein authentisches Bildnis noch ein eigenhändig verfasstes Schriftstück. Doch trotz aller Unwägbarkeiten ist er eine der populärsten Gestalten, die der Bayerische Wald jemals hervorgebracht hat.
Seine Sprüche und Prophezeiungen haben die Menschen so sehr berührt, dass sie seit 200 Jahren von Generation zu Generation weitererzählt werden. Noch heute verweisen seine Apologeten angesichts von Kriegen, Naturkatastrophen und anderen Wechselfällen des Weltgeschehens auf seine Weissagungen, die allerdings voller Symbolik und damit voller Rätsel stecken.
Viele Gemeinden bieten zum Thema "Mülhiasl" Sagenwanderungen oder Ausstellungen an:
Autor: silvia
Betreuung des Bloggs: Bayerwald Agentur, Landhaus Weigert
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