Freitag, 22. Juli 2011

Die Sage um den "Mühlhiasl"

Gerne würde ich die Geschichte ja mit eigenen Worten erzählen, allerdings finden sich leider kaum Quellen um den sagenumwobenen "Seher", der vor über 200 Jahren in unserem Landstrich gelebt und "prophezeit" haben soll.

Quelle: Wikipedia
Kurzbiographie:
" Der Mühlhiasl hieß vermutlich Matthäus Lang (* 16. September 1753; † 1805 in Zwiesel) und war angeblicher Weissager und Prophet, weswegen man ihn auch den Waldpropheten (in Bezug auf den Bayerischen Wald) nannte. Ob er wirklich lebte, ist umstritten, gilt aber als wahrscheinlich.
Der Mühlhiasl soll in Apoig (heute zur Gemeinde Hunderdorf bei Straubing gehörend) gelebt haben und Sohn eines Müllers gewesen sein (daher könnte der Name stammen). Er soll mit den Chorherren des nahen Klosters Windberg zerstritten gewesen sein, weshalb es später auch zum Bruch mit seinem Bruder kam, den er umbringen wollte. Seine Augen waren angeblich erstaunlich weiß und klar, was als Bestätigung seiner vermuteten seherischen Fähigkeiten gedeutet wurde. Er reiste in das Gebiet von Zwiesel und soll in Rabenstein den Großteil seines Lebens verbracht haben. Das lässt allerdings den Verdacht aufkommen, dass es sich um zwei Personen mit angeblichen Seherfähigkeiten gehandelt haben könnte, die ungefähr um die gleiche Zeit lebten, nämlich einerseits Mathias Lang aus Hunderdorf und andererseits der Waldhirte Matthias Stormberger aus Rabenstein.
Zu anderen Menschen soll er wenig und keinen besonders intensiven Kontakt gehabt haben. Er war eher ein Einzelgänger, der im Urwald gehaust haben soll und Berge bestieg, um seine Visionen zu erweitern. Man sagt, er habe regelrechte Anfälle gehabt, in denen er prophezeite und wie im Delirium zu seiner Zuschauerschar sprach. Wegen seiner lebenslangen Zwistigkeiten mit der kirchlichen Obrigkeit soll er außerhalb der Friedhofsmauer begraben sein."

Quelle: Süddeutsche Zeitung
Vor ungefähr 200 Jahren hat ein geheimnisvoller Mensch aus dem Bayerischen Wald den Untergang der Menschheit prophezeit. Mächtige Zeichen werden dieses "Bänkeabräumen" ankündigen, sagte er, und er meinte damit wohl auch den Klimawandel, den er prägnant umschrieb: "Wenn man Sommer und Winter nicht mehr unterscheiden kann ..."
So soll der Wahrsager "Mühlhiasl" ausgesehen haben. (© Foto: oh)
Leider gibt es von diesem Waldpropheten, der als Mühlhiasl Berühmtheit erlangte, weder ein authentisches Bildnis noch ein eigenhändig verfasstes Schriftstück. Doch trotz aller Unwägbarkeiten ist er eine der populärsten Gestalten, die der Bayerische Wald jemals hervorgebracht hat.
Seine Sprüche und Prophezeiungen haben die Menschen so sehr berührt, dass sie seit 200 Jahren von Generation zu Generation weitererzählt werden. Noch heute verweisen seine Apologeten angesichts von Kriegen, Naturkatastrophen und anderen Wechselfällen des Weltgeschehens auf seine Weissagungen, die allerdings voller Symbolik und damit voller Rätsel stecken.
Das Waldsterben soll er vorausgesagt haben ("Der Wald wird so licht werden wie des Bettelmanns Rock"), den Kriegsbeginn ("Wenn der eiserne Hund durch den Vorderwald bellt") und den Sittenverfall ("Die Bauernleut werden sich gewanden wie die Städtischen, und die Städtischen wie die Narren"). Kein Wunder also, dass sich an der Interpretation des Mühlhiasl schon so mancher Streit entzündet hat. Zurzeit tobt unter den Mühlhiasl-Forschern wieder eine besonders heftige Auseinandersetzung.

Viele Gemeinden bieten zum Thema "Mülhiasl"  Sagenwanderungen oder Ausstellungen an:


Autor: silvia
Betreuung des Bloggs: Bayerwald Agentur, Landhaus Weigert

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